COST – Initiative für wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit in Europa

COST ist eine europaweite zwischenstaatliche Initiative für die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit in Europa. Sie besteht bereits seit 1971. 2013 hat sie die Rechtsform einer internationalen Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht nach belgischem Recht angenommen. Ihr Sitz ist in Brüssel. COST ist selbstständig, wird aber aus Mitteln von Horizont 2020 finanziert. Ziel von COST ist die Förderung der europäischen Vernetzung von national finanzierten Forschungsaktivitäten.

COST steht für "European Cooperation in Science and Technology" (Englisch für: Europäische Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie). Es ist eine Initiative von 36 europäischen Staaten. Neben den 28 EU-Mitgliedstaaten sind dies: Bosnien-Herzegowina, Island, Norwegen, Serbien, Schweiz, Türkei und die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien. Israel beteiligt sich als kooperierendes Mitglied.

Die Initiative besteht bereits seit 1971. Sie wurde durch einen Beschluss auf der Konferenz der Europäischen Forschungsminister errichtet. 2013 hat sie die Rechtsform einer internationalen Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht nach belgischem Recht angenommen. Ihr Sitz ist in Brüssel.

COST ist selbstständig, wird aber aus Mitteln von Horizont 2020 finanziert. Für die Laufzeit von Horizont 2020 soll COST 300 Millionen Euro erhalten.

COST fördert die Vernetzung von Forschenden, die eine nationale Förderung erhalten, in großen länderübergreifenden Netzwerken, in denen Forschende in Europa und weltweit zusammenarbeiten. Diese Netzwerke werden COST-Aktionen genannt.  Mit ihnen bündelt COST die Forschungs- und Innovationsaktivitäten in seinen Mitgliedstaaten und vernetzt sie miteinander. Mehr noch: Die Initiative setzt auch Impulse für Maßnahmen von Horizont 2020. Denn COST ist oftmals der erste Schritt zur dauerhaften Zusammenarbeit von  Forscherteams auf europäischer und internationaler Ebene. Somit ergänzt COST die Maßnahmen von Horizont 2020.

Die COST-Aktionen arbeiten nach folgenden Prinzipien:

  • "Bottom-Up":  Forschende aus ganz Europa bestimmen die Inhalte ihrer COST-Aktionen.
  • Exzellenz: Wesentliche Bewertungskriterien für den Erfolg einer geplanten COST-Aktion sind ihre Exzellenz und ihr Mehrwert für Europa.
  • Inklusivität: Forschende aus allen COST-Mitgliedstaaten können an den COST-Aktionen teilnehmen und diese mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung bereichern. Vor allem auch exzellente Forschende von Staaten, die bisher nur wenig in Europa eingebunden sind, erhalten so einen Zugang zur europäischen Wissenschaftsgemeinschaft. Außerdem wird die Rolle von Wissenschaftlerinnen und jungen Forschenden in den COST-Aktionen gestärkt.
  • Offenheit: Für COST-Aktionen können sich Forschende aus allen wissenschaftlichen Fachrichtungen bewerben. Darüber hinaus sind COST-Aktionen während ihrer Laufzeit offen für die Teilnahme weiterer Partner. Die Laufzeit beträgt 4 Jahre.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der von COST.